Am Standort der Bundesschule Bernau entsteht ein Besucherzentrum, das aus dem Dialog zwischen Kiefernwald und Baudenkmal eine eigenständige architektonische Sprache entwickelt. Unter einem gemeinsamen Dach versammeln sich Landschaft, Räume und Funktionen. Vier geschlossenen Raumkörpern gliedern darunter einen offenen Grundriss. Nach außen ruhig und zurückhaltend, entfaltet sich im Inneren eine lebendige Deckentopografie: Tanzende Oberlichter akzentuieren den Grundriss mit wechselnden Lichtstimmungen und variierenden Raumhöhen. So entsteht ein stützenfrei fließender Gesamtraum, dessen umlaufende Glasfassade panoramenhafte Ausblicke auf das Bauhaus-Ensemble und die umgebende Waldarchitektur freigibt.
Zu den drei Außenräumen – Kiefernwald, Parkplatz und Campus – zeigt sich das Gebäude offen und transparent. Foyer, Ausstellung, Veranstaltungsbereich und Ortstreff lassen sich flexibel verbinden oder separieren. Konstruktiv verbindet der Entwurf eine einfache massive Basis mit einer modular vorgefertigten Dachlandschaft aus Furnierschichtholz. Die auskragende Holzkonstruktion ermöglicht den komplett stützenfreien Innenraum. Lichtpyramiden im Dach, natürliche Belüftung über öffenbare Lichtkuppeln und die Verschattung durch den Kiefernwald machen aufwändige Gebäudetechnik überflüssig – ein Gebäude, das mit einfachen Mitteln Passivhaus-Niveau erreicht.


