Zwischen Landschaft und Stadt – an der Schildenstraße, wo genutzter Freiraum auf den Stadtraum Radebeul-Ost trifft, entsteht ein Feuerwehrgerätehaus, das aus vorgefundenen Bauformen eine eigenständige Typologie entwickelt. Der Neubau übersetzt gläserne Gewächshäuser und historische Satteldachhäuser in einen L-förmigen Baukörper mit transluzenter Profilbauglasfassade, der Robustheit und Leichtigkeit verbindet.
Die Gebäudefigur schirmt das Grundstück nach Norden zu den Gleisanlagen ab und öffnet sich nach Süden zum Landschaftsraum. Die Fahrzeughalle bildet ein Schaufenster zur Straße – Präsenz und Bereitschaft werden sichtbar. Rückwärtig entsteht ein geschützter Hof für Arbeiten im Freien, Übungen und Gemeinschaft.
Drei Elemente gliedern den Bau: das Vordach am Alarmhof als Stauraum für ausrückende Fahrzeuge, der zurückgesetzte Eingang als Entrée im Einsatz und ein begrünter Lichthof im Obergeschoss mit Blick auf die Radebeuler Weinberge. Die ein- und zweigeschossige Struktur aus Stahlbetonfertigteilen und leichtem Stahldach organisiert die Nutzungen konsequent nach kurzen Alarmwegen.
Das nach Süden geneigte Dach trägt Photovoltaik und Solarthermie – das Gebäude versorgt sich energetisch nahezu selbst. Geothermie, aktivierte Bauteile und Regenwassernutzung ergänzen das Konzept. Der Neubau zeigt: Funktionalität, architektonische Qualität und ökologische Verantwortung schließen sich nicht aus – sie bedingen einander.
